Ein Name im Sand
Mit geheimnisvollen Verheißungen auf fremde Abendröte
und Augen so schwarz und glitzernd wie klare Nächte
zogst du mich in den Bann deiner Wüste
trugst mich unter sengender Hitze über zahlreiche Dünen
stets von fruchtbaren Wasserstellen säuselnd.
Und als du mich fallenließest in leichte Gewänder
rieselten aus deinen Handflächen Sandkörner in meinen Nabel
sie kitzelten wie Flammenstaub auf meiner Haut.
Ein Hauch von Paradiesesluft wenn du mich küsstest
Ambrosia von deinem Mund in meinen…
Ich schloss die Lider da ich sicher mich in deinen Armen wähnte
doch als ich zu mir kam warst du entschwunden.
Und unter mir der blanke kalte Wüstenboden
und über mir nichts als der kahle wunde Wüstenmond
lag ich mit starren Gliedern da und um Jahrzehnte älter.
Ich blieb im schwerelosen Sand deiner Erinnerungen
ein Name nur, das Wort verfliegt.
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