Manchmal so schlaflos
Manchmal so schlaflos, so leer
starre ich auf mein Papier,
suche nach Antworten,
such’ heimlich und offenbar
auch nach mir.
So häufig getrieben von Sehnsucht nach mehr
starre ich auf mein Papier,
weck’ heimlich und offenbar
die Begier
nach Worten,
nach Antworten in mir.
Meistens so ungnädig, so leer
wartet auf mich das Papier,
bleibt heimlich und offenbar
schweigend, doch bedeutungsschwer
vor mir so leer
so leer
so leer.
Blau in deinen Augen
Ein blauer Schmetterling rahmt deinen düst’ren Blick,
in fremden Augen lebt er bloß Momente,
den Zauber deiner Lider wirklich zu erkennen,
hilft fühlendes Verstehen mehr als nur Geschick.
Dir fehlt der Mut dein Marmorkleid zu zeigen,
so seelenlos sind alle Komplimente
von Herzen, die vergaßen was es heißt zu brennen,
wünschst du dir statt des faden Honigs Schweigen.
Bei allen Händen, die auf deine lauern,
suchst du bloß eine, die dich hält,
und einen Mund nur, der verborg’ne Quellen weckt,
der zarte Male malt auf deine Haut, Erschauern.
Auf deinen Wimpern glitzert Morgentau,
der unsichtbar an Oberflächlichkeit zerschellt,
und nur wer Mondes Sehnsucht in den Adern trägt,
erkennt in deinen Augensternen Blau.